Vor zwölf Jahren: Baubeginn des BBI/BER

+++ Der ungewisse Weg zum neuen Flughafen +++ BER vermeintlich immer im Zeit- und Kostenplan +++

+++ Wie geht es weiter? +++

Flughafenwerbung 2011

Guten Tag,

am 5. September 2006 wurde der Bau des BBI (ab 2011 BER) begonnen. Ein Datum, das inzwischen fast vergessen ist. Die Ambitionen waren groß, die baulichen Ergebnisse blieben hingegen bis heute unzureichend. Auch im Jahr 2018 ist der BER eine Baustelle und erneut aufgetretene Probleme mit der Verkabelung erwecken den Eindruck, dass der Flughafenbau nach wie vor nicht unter Kontrolle ist und jederzeit neue bzw. alte Baumängel auftreten können.

+++ Der ungewisse Weg zum neuen Flughafen +++

Dem Baubeginn 2006 folgten die Terminabsagen für 2011, 2013, 2017 und zweimal für 2012. Für 2017 gab man, vor der Absage im Januar 2017, als Zieldatum dann nur noch das 2. Halbjahr an. Für das bisher geltende neue BER-Eröffnungsdatum, den Oktober 2020, verzichtet man bisher auf die Nennung eines Tagesdatums. Kommt Ende 2019 die Absage für 2020?

Im Zusammenhang mit den BER-Terminabsagen bzw. mangelnden Planungsfortschritten verloren die Flughafengeschäftsführer Dieter Johannsen-Roth (2003-2006), Rainer Schwarz (2006 bis 2013), Hartmut Mehdorn (2013-2015) und Karsten Mühlenfeld (2015-2017) ihre Ämter, wobei jederzeit davon auszugehen war, dass die FBB-Geschäftsführer nicht unabhängig von den öffentlichen Eigentümern der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), Berlin, Brandenburg und Bund, der Eigentümerversammlung und dem FBB-Aufsichtsrat agieren konnten.

Seit 2017 ist nun Engelbert Lütke Daldrup, vormaliger Flughafenkoordinator und Staatssekretär des Landes Berlin, FBB-Geschäftsführer. Wir sind gespannt, wie lange er bleiben darf.
      
+++ BER vermeintlich immer im Zeit- und Kostenplan +++

Als FBB-Aufsichtsratsvorsitzender versprach Michael Müller 2016, den BER "politisch zu begleiten" und der damalige FBB-Geschäftsführer Karsten Mühlenfeld wollte 2015 die BER-Eröffnung 2017 "sehr hartnäckig" verfolgen. Die Botschaft der öffentlichen Eigentümer, Geschäftsführer und Aufsichtsratsvorsitzenden der FBB war dabei stets die gleiche: Der BBI/BER ist im Zeit- und Kostenplan.

Die BER-Eröffnungsdaten verfielen jedoch und die Kosten stiegen von 2,5 Mrd. Euro auf eine bisher verbaute und verplante Summe von 7,5 Mrd. Euro. Die Öffentlichkeit wurde mit den ständig veränderten Daten ermüdet, und die Tagespresse berichtete oft nur noch sehr kleinteilig über den BER, und stellte immer seltener die Frage, wie es denn zu dem Desaster und zu der Verschwendung von öffentlichen Geldern überhaupt erst hatte kommen können und wer die politische Verantwortung dafür tragen würde.   

+++ Wie geht es weiter? +++  

Als politisch Verantwortliche des Flughafenmiteigentümers Berlin haben es Klaus Wowereit und sein Nachfolger im Amt des Regierenden Bürgermeisters, Michael Müller, seit 2006 versäumt die strukturellen BBI/BER-Probleme (Kapazität, Finanzierung, Zeitplan) anzugehen.

Weder die Erstellung einer seriösen Baudokumentation, noch eine Bestandsaufnahme, noch eine ggf. daraus folgende Entkernung des BBI/BER-Terminals, noch eine dringend erforderliche Neuausrichtung der Flughafenpolitik erfolgten. Dann wird es so weitergehen wie gehabt: Der BER treibt dahin und jede Terminnennung beinhaltet gleichzeitig die wahrscheinliche Terminabsage.  

Herzlichst

Ihr Wolfgang Przewieslik

P. S.


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Text & Redaktion:
Wolfgang Przewieslik
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