2008-2018, 10 Jahre Tempelhof-Schließung

+++ Wowereits Machtdemonstration und ihre Folgen +++ Last exit TXL +++

Am 30.10.2008 um Mitternacht wurde der Flughafen Tempelhof geschlossen

Guten Tag,

nachdem Klaus Wowereit und Michael Müller den ersten Tempelhof-Volksentscheid vom 27. April 2008 zum Scheitern gebracht hatten, u.a. mit der fragwürdigen Aussage, dass man zu diesem Wahlvorgang überhaupt nicht hingehen müsse und ohne dass sie eine Mehrheit gegen den Flughafen erzielt hätten, wurde der Flughafen Tempelhof am 30.10.2008 um 24 Uhr MEZ geschlossen.

Klaus Wowereit hatte zudem zwei Tage vor dem Tempelhof-Volksentscheid im April 2008 im Abgeordnetenhaus von Berlin wahrheitswidrig erklärt, dass es - wenn Tempelhof offen bliebe - einen Baustopp in Schönefeld, beim damaligen BBI (ab 2011 BER), geben würde. Den konnte es aber gar nicht geben, weil der BBI baurechtlich komplett genehmigt war. Ein Senatssprecher sprach dann nachträglich und fast entschuldigend von einer "mordmäßigen" Gefahr eines Baustopps in Schönefeld. Diese Gefahr hat es also rechtlich nie gegeben.

Aber Klaus Wowereit hatte sich offenbar darauf festgelegt zu demonstrieren, dass er in der Lage war, gegen alle fachlichen Bedenken und gegen den massiven Widerspruch der Bevölkerung, den Flughafen Tempelhof vorzeitig zu schließen - um mutmaßlich später Tegel leichter schließen zu können. Die Schließungskosten von Tempelhof spielten dabei für den Wowereit-Senat keine Rolle.

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Vor zwölf Jahren: Baubeginn des BBI/BER

+++ Der ungewisse Weg zum neuen Flughafen +++ BER vermeintlich immer im Zeit- und Kostenplan +++

+++ Wie geht es weiter? +++

Flughafenwerbung 2011

Guten Tag,

am 5. September 2006 wurde der Bau des BBI (ab 2011 BER) begonnen. Ein Datum, das inzwischen fast vergessen ist. Die Ambitionen waren groß, die baulichen Ergebnisse blieben hingegen bis heute unzureichend. Auch im Jahr 2018 ist der BER eine Baustelle und erneut aufgetretene Probleme mit der Verkabelung erwecken den Eindruck, dass der Flughafenbau nach wie vor nicht unter Kontrolle ist und jederzeit neue bzw. alte Baumängel auftreten können.

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