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Mehdorns Abschiedsgeschenk: Höhere BER-Kosten

+++ Scheidender Geschäftsführer Mehdorn nennt neue Zahlen +++ Ahnungsloser Aufsichtsrat +++ Der Nächste bitte: Neuer Flughafengeschäftsführers tritt an +++

BER: Verantwortung ist ein Fremdwort, Namen und Gesichter sind austauschbar


Guten Tag,

da staunte die interessierte Öffentlichkeit nicht schlecht, als es Hartmut Mehdorn, der scheidende Flughafengeschäftsführer, in seinen letzten Amtstagen noch einmal so richtig krachen ließ.

Weiter steigende BER-Kosten

Zum Abschied wies Hartmut Mehdorn in einem Interview ausgerechnet mit dem Hessischen Rundfunk daraufhin, dass die bisher eingeräumten Gesamtkosten von 5,4 Mrd. Euro durch Aufwendungen für Kapazitätserweiterungen, für Zinsen und für nicht weiter benannte zusätzliche Maßnahmen weiter steigen werden. In diesem Zusammenhang wollen wir darauf hinweisen, dass jeder Monat Stillstand im BER ca. 17 Mio. Euro kostet, was sich von Juni 2012 bis zum Herbst 2017 auf rund 1 Milliarde Euro kumuliert haben wird.

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BER-Management: Chaos nimmt zu

+++ Amtsantritt des neuen Geschäftsführers Mühlenfeld am 15.3.15 überschattet +++ Neuer Aufsichtsratschef Axel J. Arendt schon wieder vor dem Abflug? +++

BBI/BER-Werbung 2011, Realität 2015: Kein betriebsbereiter BER, keine perfekte Bahnanbindung über die "Dresdner Bahn" - und offensichtlich kein handlungsfähiges Management. Der Weg zum BER scheint immer weiter zu werden.


Guten Tag,

wenn man denkt, dass es beim BER nicht noch schlimmer kommen kann, dann wird man umgehend eines Besseren bzw. eines Schlechteren belehrt.

Und da reicht es wohl schon lange nicht mehr aus, dass sich der BER rein technisch gesehen in einem kaum zu definierenden Zustand befindet und dass das zuletzt offiziell ausgegebene BER-Eröffnungsjahr 2017 schon mit seiner Verkündung im Dezember 2014 postwendend unglaubwürdig wurde - nein, auch die Führung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) setzt weiter auf ein intensives Gegeneinander, wo doch genau das Gegenteil erforderlich wäre.

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Neuer Geschäftsführer wird gegen den Bund durchgesetzt

+++ Karsten Mühlenfeld, langjähriger Rolls-Royce-Manager, zum neuen Geschäftsführer der Flughafengesellschaft gewählt +++ Der Regierende Bürgermeister Müller verlässt den Aufsichtsrat +++

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB): Im Aufsichtsrat der FBB stimmten nur 2 von 3 Eigentümern für den neuen Geschäftsführer Karsten Mühlenfeld


Guten Tag,

üblicherweise benötigt ein Geschäftsführer oder ein Vorstandsvorsitzender eines Unternehmens das Vertrauen aller Anteilseigner. Deshalb ist es üblich und sinnvoll, diese Position im Konsens zu besetzen, weil dieser Konsens, über die Wahl hinaus, in der operativen Praxis dringend benötigt wird.

Neuer Geschäftsführer im Dissens bestimmt, Müller verlässt den AR

Berlin und Brandenburg sind hier nun eigene Wege gegangen und haben den neuen Geschäftsführer der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), Karsten Mühlenfeld, im Alleingang mit der Mehrheit ihrer Aufsichtsratsmitglieder gegen den Bund durchgesetzt.

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Fleisch ist mein Gemüse

Für Bundesverkehrsminister Dobrindt ist der Flughafen Leipzig-Halle (LEJ) nur ein paar Minuten vom Berliner Stadtzentrum entfernt

Der BER-Airport-Express hat bekanntlich Verspätung. Dobrindt findet aber auch 55 Minuten nach Leipzig ok, obwohl es 1:45 Stunden sind.




Guten Tag,


als es vor 2008 um die Schließung von Tempelhof ging, machten wir wiederholt darauf aufmerksam, dass neben der zu geringen Kapazität des, damals noch BBI genannten, neuen Single-Airports (Flughafen für alle Flugverkehre) es problematisch wäre, wenn nach der rechtlich nicht zwingenden Schließung Tempelhofs und spätestens nach der Schließung von Tegel kein Alternate, kein Reservestandort in der Region zur Verfügung stehen würde, und die „Alternates“ dann Hannover oder Leipzig-Halle heißen würden.

2015 geht es nun nicht mehr um Notfallkapazitäten, sondern um Ergänzungs- bzw. Ersatzkapazitäten für den BBI, der jetzt BER heißt und dessen vermeintliche Eröffnung vom Berliner Senat für 2017 angekündigt wurde, obwohl schon im Dezember 2014 Bundespolitiker aller Parteien dieses Datum anzweifelten.

Bundesverkehrsminister Dobrindt lässt das Spielbein kreisen

In einem Interview mit der Welt am Sonntag vom 15.02.15, und kurz vor der nächsten Aufsichtsratssitzung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) am 20.02.15, kommt Dobrindt nun zu den folgenden Aussagen:

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Lässt Müller den BER alleine?

Gerüchte um den kompletten Rückzug des Regierenden Bürgermeisters Müller aus dem Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB)

 

BER: Das eingefrorenes Desaster - Spitzenpolitiker meiden den Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft.


Guten Tag,

der Erfolg hat viele Väter, der Misserfolg ist ein Waise.

Das scheint sich nun erneut beim BER zu bestätigen und sich insbesondere auf den von den öffentlichen Eigentümern Berlin, Brandenburg und dem Bund zu besetzenden Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft auszuwirken.

Erst betonte Müller die politische Verantwortung für den BER, jetzt stellt er sie in Frage

Hatte Michael Müller bei seiner Bewerbung um die Wowereit-Nachfolge noch ausdrücklich die Verantwortung der Politik für den BER und seinen persönlichen Einzug in das Kontrollgremium bestätigt, so begann alsbald ein Rückzug auf Raten, als er umgehend nach seinem Amtsantritt als Regierender Bürgermeister den Vorsitz dieses Gremiums ablehnte.

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Sein oder Nichtsein - BER oder Champagner!

Scheidender Geschäftsführer Mehdorn geht eine Termin-Wette ein

Eine der raren BER-Erfolgsgeschichten: 2013 hatte sich dort eine Kamille durch die Baustelle gearbeitet …

 
Guten Tag,

dass Hartmut Mehdorn um deftige Sprüche nie verlegen war und diese Fähigkeit auch angesichts seines nahenden Abschieds nicht eingebüßt hat, stellte er einmal mehr in einem Interview mit der Welt am 25.1.15 unter Beweis.

Zum Abschied eine Kiste Dom Pérignon

Der BER werde, laut Mehdorn, pünktlich zum Herbst 2017 eröffnen und die von der Welt angebotene Termin-Wette nahm er ausdrücklich an, und benannte als Wetteinsatz eine Kiste Dom Pérignon, Jahrgang 1978.

Weniger hätten wir von Hartmut Mehdorn auch nicht erwartet und wir sagen schon einmal Danke für diese Souveränität und Großzügigkeit, denn eine Flasche Dom Pérignon kostet etwa 380 Euro. Da eine Kiste 12 Flaschen enthält, ergibt sich daraus ein Mehdornscher Wetteinsatz von 4.560 Euro auf die BER-Eröffnung 2017! Hut ab vor so viel Vertrauen in das BER-Happy End!

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BER: Kein Licht am Ende des Tunnels!

+++ Neuer Stadtentwicklungssenator widerspricht der Untertunnelung der BER-Schnellbahntrasse und bricht damit den Koalitionsvertrag +++

Die Hinterlassenschaft des ehemaligen Stadtentwicklungssenators und aktuellen Regierenden Bürgermeisters Michael Müller:

Wegen schwerer Straßenschäden gibt es für die Yorckstraße, eine wichtige Berliner Hauptverkehrsstraße in Richtung Kudamm, unter den gleichnamigen Brücken, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 10 kmh.


Guten Tag,

eigentlich hätte selbst der neue Regierende Bürgermeister Müller, der tatsächlich ein alter Bekannter ist, samt seiner Senatsmannschaft, die Chance gehabt, in Sachen Flughafensystem einen Neuanfang zu wagen.

Aber Nein, der Senat ergeht sich lieber in altbekannter Weise in der Beschwörung unrealistischer Zeitpläne und praktiziert fortgesetzten Starrsinn, den man aber gerne als Entschlossenheit ausgibt.

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Wird Müllers Pannen-Airport 2017 auch "tatsächlich" eröffnet?

Der Regierende Bürgermeister sagt in seiner ersten Regierungserklärung auch etwas zum BER

 

Michael Müller rennt offenbar die Zeit davon.

Schon im Dezember 2014 wurde der nun in Aussicht gestellte Termin vom Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestags, Martin Burkert (SPD), in Frage gestellt, der von 2018 ff. sprach.


Guten Tag,

der langjährige Berliner SPD-Fraktionsvorsitzende, SPD-Landesvorsitzende und Stadtentwicklungssenator, Michael Müller, stellte am 15.01.15, im Rahmen seiner ersten Regierungserklärung als Regierender Bürgermeister, unter dem Titel "Unser Berlin – stark und solidarisch", die BER-Eröffnung für 2017 in Aussicht.

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Wird der BER vom Hausmeister fertig gebaut?

Originelle Aussagen des Berliner Tagesspiegels und des Regierenden Bürgermeisters Müller

Zu 10, 15 oder zu 98% fertig? Eröffnung 2017, 2020 oder 2023?


Guten Tag,

vor und nach den Weihnachtsfeiertagen erreichten die interessierte Öffentlichkeit Aussagen, die nur mit Verblüffung zur Kenntnis genommen werden konnten.

Alles unter Kontrolle?

So teilte der senatsnahe Tagesspiegel am 15.12.14 seinen Lesern mit, dass die Rücktrittsankündigung des Geschäftsführers der Flughafengesellschaft, Hartmut Mehdorn, "ziemlich sicher keine" Auswirkungen "auf die Bautätigkeit am Flughafen" haben werde. Die Begründung für diese gewagte Mutmaßung lautete: "Um den Bau kümmert sich seit Sommer der Ex-Siemens- Manager Jörg Marks."

Ja, "seit Sommer" ist der Herr Marks nun dort tätig, dessen ehemaliger Chef und nach wie vor amtierender Siemens-Vorstandsvorsitzender Kaeser aber schon einmal Geduld mit dem BER anmahnte, worunter er eine Eröffnung im Jahr 2023 verstand. Zur Verbindlichkeit des ausgegebenen BER-Eröffnungstermins 2017 und der Gefahr weiterer Verzögerungen, bemerkte der Tagesspiegel dann kurz und knapp: "Dafür gibt es derzeit keine Anzeichen."

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Bread & Butter insolvent!

Zahlte der vermeintliche Hauptmieter von Tempelhof jemals Miete?

 

Mit viel Geld wurde Tempelhof für die B&B umgebaut. Gab es entsprechende Mieteinnahmen?


Guten Tag,

wenige Tage nach dem Rücktritt des Regierenden Bürgermeisters Wowereit, bricht mit der Insolvenz der Modemesse Bread & Butter, nach dem BER, ein weiteres Vorzeigeprojekt seiner Regierungszeit in sich zusammen, und der schöne Schein weicht der Realität.

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