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BER-Standort: Michael Müller will es nicht gewesen sein!

+++ Laut dpa fällt Michael Müller 2015 ein, dass die Berliner SPD vor 1996 gegen Schönefeld als BBI/BER-Standort war +++

 

BBI/BER, Standort Schönefeld: Erst als "Single-Airport", dann als "One-Roof-Konzept" bezeichnet - Michael Müller war immer dafür.


Guten Tag,

wir mussten schon zweimal hingucken, als wir am 28.03.15 die dpa-Meldung "Müller: Standort Schönefeld ist "Geburtsfehler" des BER" lasen, die wohl besagt, dass dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller im Frühjahr 2015 auf einmal einfällt, dass die SPD vor 1996 gegen Schönefeld als Standort des BBI/BER war.

Müller und die Berliner SPD wären gerne unschuldig am BER-Desaster

Was jedoch hinreichend ratlos macht ist, dass der gleiche Michael Müller, die BBI/BER-Standortpolitik, die er nun als falsch bezeichnet, in seinen landespolitischen Spitzenämtern, d. h. im Berliner SPD-Fraktionsvorsitz von 2006-2011 und im Amt des Berliner Stadtentwicklungssenators 2011-2014, ohne jedes Vertun mitgetragen hat. Kritische Äußerungen Müllers aus dieser Zeit hinsichtlich des BBI/BER-Standorts Schönefeld sind jedenfalls nicht überliefert.
 

Wowereit und Müller hatten ab 2001 volle Handlungsfreiheit

Klaus Wowereit, der 2001 einen vermeintlichen Mentalitätswechsel einzuleiten versprach, tat leider genau dieses nicht, sondern setze die schon zu dieser Zeit längst überholte Flughafenplanung für den BBI/BER aus den 90ziger Jahren peinlichst genau um, obwohl bis zum tatsächlichen Baubeginn 2006 noch reichlich Zeit für eine Kurskorrektur gewesen wäre. Michael Müller stand in all den Jahren immer fest an der Seite von Klaus Wowereit, egal wie absurd die jeweilige Argumentation auch war.

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BER: Wie viel Tage noch?

+++ In 367 Tagen fertig, in 825 Tagen startbereit? +++ Berliner "Tatort" im BER +++ "Integritätspakt" beendet +++

BER: Filmreif, aber nicht startbereit!
 

Guten Tag,

hieß es noch unter Mehdorn 2014, dass der BER 2015 fertig und 2016 betriebsbereit sein würde, so hat die neue Geschäftsführung dieses Muster nun übernommen, wobei zwangsläufig neue Jahreszahlen eingesetzt werden mussten.

Jörg Marks, Leiter Technik und Bau der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), hatte Mitte Marz öffentlich erklärt, dass der BER im März 2016 "baulich" fertiggestellt sein werde und im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb gehen werde. Die dpa meldete daraufhin, dass ab März 2016 im BER nur noch "Restarbeiten" zu erledigen seien.     

367 Tage bis zur BER-Fertigstellung 2016, 825 Tage bis zur BER-Startbereitschaft 2017?

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BER: Nach der Terminabsage ist vor der Terminabsage

+++ BER-Desaster keine Empfehlung für Olympia +++ BER-Eröffnung: Keine konkreten Angaben +++ BER-Status: Keine konkreten Angaben +++

Kein Scherz sondern Realität: Zwei statische Treppen und nur eine Rolltreppe im BER


Guten Tag,

in der Nachberichterstattung zur gescheiterten nationalen Olympia-Bewerbung Berlins ist unser Standpunkt, dass das BER-Desaster und der mangelnde Zuspruch der Bevölkerung wesentlich für diese Entscheidung waren, erfreulicherweise vielfach übernommen worden.

BER-Desaster keine Empfehlung für Olympia

So schreibt der B.Z.-Chefredakteur Peter Huth in seinem Kommentar am 18.03.15 u. a. folgendes:

"Berlins einzige Chance auf Olympia wurde vor vielen Jahren in den Brandenburger Sand gesetzt oder eben genau nicht. Wer gegen alle stichhaltigen Argumente und Abwägungen sagen will: Seht her, wir sind nicht nur besser, wir sind perfekt, wir sind alternativlos; wer also alles und jeden vom Tisch wischen will, weil er so dermaßen von sich überzeugt ist und das auch noch zu Recht, der darf sich eines ganz bestimmt nicht leisten: die peinlichste Bautragödie Europas, die Flughafen-Ruine „Willy Brandt“."

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Kein BER, kein Olympia!

+++ Spielerei mit den Spielen +++ Weitere Politisierung der Flughafengesellschaft +++ Müllers rapider Ansehensverlust +++

Im Ketchup-Mayo-Design: Wir, der Berliner Senat und seine Verbände, wollten die Spiele, weil der BER bis 2024 fertig sein könnte? Nur klägliche 55% der Teilnehmer einer Forsa-Telefonumfrage sagten in Berlin Ja zu dieser Wette.  


Guten Tag,

unbeschadet der Tatsache, dass die chancenreiche deutsche Bewerbung um die Fußballeuropameisterschaften 2024 ein weiteres Großereignis im gleichen Jahr in Deutschland ausschließt, wurde nun die Farce eines deutschen Olympia-Kandidaten für 2024 mit der Empfehlung für Hamburg fortgeführt.    

Für diese Kulissenschieberei hatte sich Berlin, dass sein zentrales Infrastrukturprojekt, den BER, seit Jahren nicht in den Griff bekommt, schon von Anfang an disqualifiziert. Und die mangelhafte Unterstützung durch die Bevölkerung konnte ebenfalls nicht dauerhaft schöngeredet werden, auch wenn die Berliner B.Z. titelte: "Berlin: 55% Hamburg: 64% Unentschieden".

Die Aussage des Vorsitzenden des Landessportbundes Berlin (LSB) und ehemaligen Berliner Sportsenators Klaus Böger, der Anfang des Jahres ausdrücklich - oder aus Jux? - erklärt hatte, dass der BER zur Olympiade 2024 fertig sein müsste, erwies sich ebenso wenig als hilfreich. Auf diese Terminwette wollte sich wohl noch nicht einmal der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einlassen.

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Mehdorns Abschiedsgeschenk: Höhere BER-Kosten

+++ Scheidender Geschäftsführer Mehdorn nennt neue Zahlen +++ Ahnungsloser Aufsichtsrat +++ Der Nächste bitte: Neuer Flughafengeschäftsführers tritt an +++

BER: Verantwortung ist ein Fremdwort, Namen und Gesichter sind austauschbar


Guten Tag,

da staunte die interessierte Öffentlichkeit nicht schlecht, als es Hartmut Mehdorn, der scheidende Flughafengeschäftsführer, in seinen letzten Amtstagen noch einmal so richtig krachen ließ.

Weiter steigende BER-Kosten

Zum Abschied wies Hartmut Mehdorn in einem Interview ausgerechnet mit dem Hessischen Rundfunk daraufhin, dass die bisher eingeräumten Gesamtkosten von 5,4 Mrd. Euro durch Aufwendungen für Kapazitätserweiterungen, für Zinsen und für nicht weiter benannte zusätzliche Maßnahmen weiter steigen werden. In diesem Zusammenhang wollen wir darauf hinweisen, dass jeder Monat Stillstand im BER ca. 17 Mio. Euro kostet, was sich von Juni 2012 bis zum Herbst 2017 auf rund 1 Milliarde Euro kumuliert haben wird.

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BER-Management: Chaos nimmt zu

+++ Amtsantritt des neuen Geschäftsführers Mühlenfeld am 15.3.15 überschattet +++ Neuer Aufsichtsratschef Axel J. Arendt schon wieder vor dem Abflug? +++

BBI/BER-Werbung 2011, Realität 2015: Kein betriebsbereiter BER, keine perfekte Bahnanbindung über die "Dresdner Bahn" - und offensichtlich kein handlungsfähiges Management. Der Weg zum BER scheint immer weiter zu werden.


Guten Tag,

wenn man denkt, dass es beim BER nicht noch schlimmer kommen kann, dann wird man umgehend eines Besseren bzw. eines Schlechteren belehrt.

Und da reicht es wohl schon lange nicht mehr aus, dass sich der BER rein technisch gesehen in einem kaum zu definierenden Zustand befindet und dass das zuletzt offiziell ausgegebene BER-Eröffnungsjahr 2017 schon mit seiner Verkündung im Dezember 2014 postwendend unglaubwürdig wurde - nein, auch die Führung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) setzt weiter auf ein intensives Gegeneinander, wo doch genau das Gegenteil erforderlich wäre.

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Neuer Geschäftsführer wird gegen den Bund durchgesetzt

+++ Karsten Mühlenfeld, langjähriger Rolls-Royce-Manager, zum neuen Geschäftsführer der Flughafengesellschaft gewählt +++ Der Regierende Bürgermeister Müller verlässt den Aufsichtsrat +++

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB): Im Aufsichtsrat der FBB stimmten nur 2 von 3 Eigentümern für den neuen Geschäftsführer Karsten Mühlenfeld


Guten Tag,

üblicherweise benötigt ein Geschäftsführer oder ein Vorstandsvorsitzender eines Unternehmens das Vertrauen aller Anteilseigner. Deshalb ist es üblich und sinnvoll, diese Position im Konsens zu besetzen, weil dieser Konsens, über die Wahl hinaus, in der operativen Praxis dringend benötigt wird.

Neuer Geschäftsführer im Dissens bestimmt, Müller verlässt den AR

Berlin und Brandenburg sind hier nun eigene Wege gegangen und haben den neuen Geschäftsführer der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), Karsten Mühlenfeld, im Alleingang mit der Mehrheit ihrer Aufsichtsratsmitglieder gegen den Bund durchgesetzt.

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Fleisch ist mein Gemüse

Für Bundesverkehrsminister Dobrindt ist der Flughafen Leipzig-Halle (LEJ) nur ein paar Minuten vom Berliner Stadtzentrum entfernt

Der BER-Airport-Express hat bekanntlich Verspätung. Dobrindt findet aber auch 55 Minuten nach Leipzig ok, obwohl es 1:45 Stunden sind.




Guten Tag,


als es vor 2008 um die Schließung von Tempelhof ging, machten wir wiederholt darauf aufmerksam, dass neben der zu geringen Kapazität des, damals noch BBI genannten, neuen Single-Airports (Flughafen für alle Flugverkehre) es problematisch wäre, wenn nach der rechtlich nicht zwingenden Schließung Tempelhofs und spätestens nach der Schließung von Tegel kein Alternate, kein Reservestandort in der Region zur Verfügung stehen würde, und die „Alternates“ dann Hannover oder Leipzig-Halle heißen würden.

2015 geht es nun nicht mehr um Notfallkapazitäten, sondern um Ergänzungs- bzw. Ersatzkapazitäten für den BBI, der jetzt BER heißt und dessen vermeintliche Eröffnung vom Berliner Senat für 2017 angekündigt wurde, obwohl schon im Dezember 2014 Bundespolitiker aller Parteien dieses Datum anzweifelten.

Bundesverkehrsminister Dobrindt lässt das Spielbein kreisen

In einem Interview mit der Welt am Sonntag vom 15.02.15, und kurz vor der nächsten Aufsichtsratssitzung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) am 20.02.15, kommt Dobrindt nun zu den folgenden Aussagen:

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Lässt Müller den BER alleine?

Gerüchte um den kompletten Rückzug des Regierenden Bürgermeisters Müller aus dem Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB)

 

BER: Das eingefrorenes Desaster - Spitzenpolitiker meiden den Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft.


Guten Tag,

der Erfolg hat viele Väter, der Misserfolg ist ein Waise.

Das scheint sich nun erneut beim BER zu bestätigen und sich insbesondere auf den von den öffentlichen Eigentümern Berlin, Brandenburg und dem Bund zu besetzenden Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft auszuwirken.

Erst betonte Müller die politische Verantwortung für den BER, jetzt stellt er sie in Frage

Hatte Michael Müller bei seiner Bewerbung um die Wowereit-Nachfolge noch ausdrücklich die Verantwortung der Politik für den BER und seinen persönlichen Einzug in das Kontrollgremium bestätigt, so begann alsbald ein Rückzug auf Raten, als er umgehend nach seinem Amtsantritt als Regierender Bürgermeister den Vorsitz dieses Gremiums ablehnte.

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Sein oder Nichtsein - BER oder Champagner!

Scheidender Geschäftsführer Mehdorn geht eine Termin-Wette ein

Eine der raren BER-Erfolgsgeschichten: 2013 hatte sich dort eine Kamille durch die Baustelle gearbeitet …

 
Guten Tag,

dass Hartmut Mehdorn um deftige Sprüche nie verlegen war und diese Fähigkeit auch angesichts seines nahenden Abschieds nicht eingebüßt hat, stellte er einmal mehr in einem Interview mit der Welt am 25.1.15 unter Beweis.

Zum Abschied eine Kiste Dom Pérignon

Der BER werde, laut Mehdorn, pünktlich zum Herbst 2017 eröffnen und die von der Welt angebotene Termin-Wette nahm er ausdrücklich an, und benannte als Wetteinsatz eine Kiste Dom Pérignon, Jahrgang 1978.

Weniger hätten wir von Hartmut Mehdorn auch nicht erwartet und wir sagen schon einmal Danke für diese Souveränität und Großzügigkeit, denn eine Flasche Dom Pérignon kostet etwa 380 Euro. Da eine Kiste 12 Flaschen enthält, ergibt sich daraus ein Mehdornscher Wetteinsatz von 4.560 Euro auf die BER-Eröffnung 2017! Hut ab vor so viel Vertrauen in das BER-Happy End!

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