Tegel: Bevölkerung will Offenhaltung - etablierte Politik beharrt auf Schließung

+++ Regierender Bürgermeister Müller (SPD) & Co stellen sich weiter gegen die Realität +++

+++ TXL offenzuhalten ist machbar +++

Tegel funktioniert, der BER wird bei seiner Eröffnung zu klein sein und die etablierte Politik verweigert sich weiterhin der Realität und beharrt auf der Schließung von TXL

 

Guten Tag,

ein TED (Tele-Dialog) der B.Z. zum Flughafen Tegel hat eine überwältigende Zustimmung der Berliner für die Offenhaltung des Flughafens Tegel ergeben. 20 712 von 23 191 teilnehmenden Berlinern - oder 89,3% - sprachen sich für den Erhalt des Flughafens Tegel (TXL) aus.
 
Regierender Bürgermeister Müller (SPD) & Co stellen sich weiter gegen die Realität

Der (noch) Regierende Bürgermeister Michael Müller hält, unterstützt von CDU, Grünen und Linken, weiter an der veralteten Flughafenplanung der 90er Jahre fest und beharrt auf der damals festgelegten Schließung von Tegel. Müller behauptet wider besseres Wissen, dass der inzwischen allseits als zu klein bekannte BER (Startkapazität 2018 ff. 22 Mio. Passagiere pro Jahr, Sollgröße/Minimum: 36,5 Mio., 2021: ca. 42,5-45 Mio.) beliebig erweiterbar wäre.

Das BER-Kapazitätsproblem resultiert aus der unzureichenden Terminalkapazität (zu wenig Check-in, Security, Gepäckausgabe), die nicht durch geplante Provisorien ergänzt werden kann, und besteht aus der langfristig nicht ausreichenden Zahl von Runways. Daraus ergibt sich jedoch eine Unterdeckung von mindestens 4,5 Mio. Passagieren pro Jahr. Außerdem soll die Flugbereitschaft der Bundesregierung nach Schönefeld-Nord verlegt werden, was dort weitere Kapazitätsprobleme auslösen würde. Und Michael Müller will weiterhin nicht aussprechen, was die Bevölkerung und die Fachwelt schon lange wissen: Die Offenhaltung von Tegel ist dringend notwendig.

Als blamabel ist wohl auch die opportunistische Haltung des Müller-Stellvertreters Frank Henkel (CDU) zu bewerten, der sich laut B.Z. von "Wehmut erfüllt" über die vermeintlich notwendige TXL-Schließung gibt, aber ansonsten strikt an der fachlich überholten Linie aller Abgeordnetenhaus-Fraktionen festhält. Eindeutig für einen Weiterbetrieb von Tegel sprechen sich hingegen nur die AfD und die FDP aus.

TXL offenzuhalten ist machbar

In einer Zeit der lärmgeminderten Flugzeugmuster A320neo, A350, B 737max und B 787, die im Schnitt 20% leiser als ihre Vorgängermodelle sind, könnte der schon heute mit einer Nachtsperre von 23:00-6:00 versehene Flughafen Tegel zudem mit einem neuen Design betrieben werden, welches die Belastung für Anwohner und Umwelt weiter reduzieren würde:

• Schließung der TXL-Südbahn
• Halbierung des TXL-Verkehrs, max. 26 statt 52 Flugbewegungen/Stunde
• Beschränkung der Flugzeuggrößen auf Mittelstreckenmodelle
• Abriss des Terminals C und ggf. des Terminals D
• Bau eines ersten Teils der "Urban Tech Republic" auf diesem Gelände

Damit wäre der Weg frei für eine bitter notwendige Ergänzung des leistungsschwachen BER durch den Flughafen Tegel:

• Weiterbetrieb des Sechsecks in TXL
• Erweiterung der Kapazitäten für die Business Aviation
• Verbleib der Flugbereitschaft in TXL statt Umzug nach SXF Nord

Die rechtliche Grundlage der Offenhaltung von Tegel wäre die Rücknahme der Beschlüsse zur Aufhebung der Planfeststellung und zur Aufhebung der Betriebsgenehmigung von TXL. Beide Bescheide wurden erlassen von der Berliner Senatsverwaltung und nicht etwa von der Brandenburger Behörde oder dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG). Diese Verwaltungsakte könnten daher auch wieder zurückgenommen werden.

Es zeigt sich erneut, dass der vom Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller und seinen Mitstreitern beschworene rechtliche oder sachliche Zwang zur Schließung von TXL nicht existiert, sondern nur dem starrsinnigen Festhalten an einer längst überholten Planung und der Flucht aus der politischen Verantwortung geschuldet ist. Die Offenhaltung von TXL zu garantieren ist daher das Gebot der Stunde.

Herzliche Grüße

Ihr Brennpunkt-BER-Team

P.S. Weiteres Material zu TXL finden Sie u.a. bei www.tegel-bleibt-offen.de



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Text & Redaktion: Wolfgang Przewieslik

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