Nichts ist unmöglich - Ergebnisse der letzten BER-Aufsichtsratssitzung

+++ FBB-Aufsichtsrat bewahrt die Ruhe +++ TXL wird auf dem Papier zum Freizeit-Hotspot +++ Schränkt die FBB die Pressefreiheit ein? +++

Vorsprung durch Technik? Oder wer kann die Hinweise auf Bauchnabelhöhe lesen, wenn´s voll wird?

 

Guten Tag,

der Toyota-Slogan "Nichts ist unmöglich!" lag im Jahr 2013 - und damit ein Jahr nach dem zweifach Platzen eines BER-Eröffnungstermins - auf Platz 1 der besten Werbeslogans aller Zeiten, gefolgt von "Wer wird denn gleich in die Luft gehen" von HB und "Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso".

FBB-Aufsichtsrat bewahrt die Ruhe

Leider besitzen die aktuellen Aussagen des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), der sich am vergangenen Montag wieder einmal traf, nicht einmal den Charme guter Produktwerbung, da sie inzwischen als vollkommen losgelöst von der Realität zu betrachten sind: Man ergeht sich allein im Konjunktiv, der Möglichkeitsform, wobei bezogen auf den BER wohl eher das Futurum angesagt wäre.

Der FBB-Aufsichtsratsvorsitzende und Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, fand die folgenden Worte: "Nach wie vor ist es so, dass bei dem ganzen Baufortschritt, der uns auch heute dargestellt wurde, das nach wie vor alles auch zu erreichen und möglich ist."

Und der Flughafenchef Dr. Mühlenfeld meinte, dass er seine Hand für eine BER-Eröffnung noch in 2017 nicht ins Feuer legen würde. Da kann man nur sagen, klug der Mann. Das sind aber leider insgesamt keine Aussagen, die Kinder oder Erwachsene froh machen können. Und vor guter Laune könnte man fast in die Luft gehen, was aber vom BER wohl frühestens 2018 möglich sein wird.

Als leidgeprüfter Beobachter der Flughafenpolitik kann man eigentlich nur noch mit einem anderen Slogan antworten: "Raider heißt jetzt Twix - sonst ändert sich nix". Wer Twix in der Flughafenpolitik sein könnte, wissen wir nicht. Michael Müller wird es aber auf keinen Fall sein können.

TXL wird auf dem Papier zum Freizeit-Hotspot

Und während man seit Jahren offenbar unfähig ist, einen Airport-Hotspot in der Region aufzubauen, wird der funktions- und leistungsfähige Flughafen Tegel (TXL) schon einmal auf dem bunten Papier zum Freizeit-Hotspot gemacht. "Berlin TXL - The Urban Tech Republic" lautet der Titel dieses Luftschlosses, das ohne reale Daten, ohne reale Baukosten, eben ohne Realität auskommt. Real sind aber selbstverständlich die von der Öffentlichen Hand zu tragenden Planungskosten für das Nirgendwo. Ein Kletterturm soll auch mit dabei sein.

Schränkt die FBB die Pressefreiheit ein?

Unser Autor Wolfgang Przewieslik wurde trotz mehrfacher schriftlicher und telefonischer Anfragen nicht für den im Anschluss zur FBB-Aufsichtsratssitzung vom 15.2.2016 stattgefundenen Pressetermin akkreditiert. Wir sehen hierin eine Ungleichbehandlung mit den Kollegen der Tagespresse und ein inakzeptables Verhalten eines Unternehmens, das sich zu 100% im Besitz der Öffentlichen Hand befindet und dessen Agieren unzweifelhaft von öffentlichem Interesse ist.

Der Berliner Senat hatte seinerseits mit diesem Routinevorgang überhaupt keine Probleme und bestätigte die Akkreditierung unseres Kollegen für alle unter der Verantwortung des Berliner Senats stattfindenden Pressetermine zum Berliner Flughafensystem.   

Herzliche Grüße

Ihr Brennpunkt-BER-Team

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Text & Redaktion: Wolfgang Przewieslik

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