Heike Fölster, ein Jahr danach

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Viel-Flieger
Heike Fölster, ein Jahr danach

Am 21. Mai 2013 wurde Frau Heike Fölster zur Geschäftsführerin Finanzen bei der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) bestellt. Damals wurden mit dem Antritt der Managerin noch große Hoffnungen verknüpft, die laut FBB-Beschreibung „umfangreiche Erfahrungen im Finanzbereich und in der Luftverkehrsbranche“ besitzen soll.

Die bekannt BER-freundliche „Welt“ spekulierte im Mai 2013 sogar schon in freudiger Erwartung über die Aussicht eines bevorstehenden „Kassensturzes“ am Willy-Brandt-Flughafen

http://www.welt.de/wirtschaft/article116000134/Eine-Frau-macht-nun-Kasse...

Jetzt, ein Jahr danach, ist es um Frau Fölster auffällig still geworden. Irgendwelche Akzente konnte die dem Papier nach verantwortliche „Finanzchefin“ am BER niemals entwickeln. Im Gegenteil, die Kostenlage und die Finanzierungsbedarfe sind heute unklarer und verworrener denn je. Bei wichtigen Diskussionen ist sie völlig abwesend, und überlässt selbst in Finanzfragen Ihrem Geschäftsführer-Kollegen, Harald Mehdorn, die Bühne.

Zuletzt kam sie wenigstens einmal kurz in die Schlagzeilen, als sie beim Mehdorn-Eklat im Brandenburger Landtag ebenfalls den Sitzungssaal verließ, als Mehdorn im Publikum den frisch geschassten ehemaligen FBB-Ressortleiter Harald Siegle entdeckte. Immerhin, so erfährt man, dass Frau Fölster bei der FBB noch arbeitet.

Mittlerweile ruft die fehlende fachliche Präsenz der Frau Fölster schon den Spott der Politik hervor. So urteilte Ludwig Burkhard (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Haushalt und Finanzen des Landes Brandenburg, Heike Fölster sei ja bekanntlich eh nicht besonders aussagefähig. "Wenn ich die in der November-Sitzung gefragt hätte, wann sie Geburtstag hat, hätte sie gesagt im Verlauf des Jahres", mokierte sich der Politiker öffentlich. Wahrlich, ein „Kassensturz“ sieht anders aus.

Wenn eine Geschäftsführerin nichts mehr zustande bringt, als ihrem Chef hinterher zu laufen, und bildlich gesprochen, seine Aktentasche zu tragen, ist sie eigentlich fehl am Platz. Echtes Führungsverhalten sieht anders aus. So gesehen, was das erste Amtsjahr von Frau Fölster eine einzige Enttäuschung, und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Ich würde sagen, Frau Fölster nimmt nur das Geld mit, und wird irgendwann den Absprung machen. Die Eröffnung des Flughafens wird sie bei der FBB bestimmt nicht mehr erleben.

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