Bread & Butter insolvent!

Zahlte der vermeintliche Hauptmieter von Tempelhof jemals Miete?

 

Mit viel Geld wurde Tempelhof für die B&B umgebaut. Gab es entsprechende Mieteinnahmen?


Guten Tag,

wenige Tage nach dem Rücktritt des Regierenden Bürgermeisters Wowereit, bricht mit der Insolvenz der Modemesse Bread & Butter, nach dem BER, ein weiteres Vorzeigeprojekt seiner Regierungszeit in sich zusammen, und der schöne Schein weicht der Realität.


2009 mit viel Getöse nach Berlin geholt, wurde nun die Luft aus der Bread & Butter gelassen und die Kulisse abgeräumt, die den beeindruckenden Titel "Nachnutzung des Flughafens Tempelhof" trug.

Medial bestens abgefedert und eingepackt, präsentierte Klaus Wowereit das Unternehmen seines Buddys (engl. für Kumpel) Karl-Heinz Müller im Frühjahr 2009 als vermeintlichen Anker- und Hauptmieter für Tempelhof, und blamierte damit den kurz zuvor abgeschlossenen Ideenwettbewerb "Call for Ideas", der damaligen Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer, für die sogenannte Nachnutzung des Flughafens Tempelhof.

Die B&B, die zweimal drei Tage im Jahr ausstellte und dafür insgesamt auch nur zwei Monate im Jahr einen Teil des Flughafens mietete, wurde zur großen Perspektive für Berlin und Tempelhof aufgeblasen. Und diese Perspektive sollte sich mindestens auf eine Vertragslaufzeit von 10 Jahren erstrecken. Nicht ganz unerwartet kam das Ende nun vorzeitig.

Konkrete und überprüfbare Angaben zu den Mietzahlungen der Bread & Butter gab es nie, und so blieb der vermeintliche Hauptmieter von Tempelhof auch betriebswirtschaftlich zu jeder Zeit eine Fata Morgana.

Der von Klaus Wowereit 2001 bei seinem Amtsantritt angemahnte Mentalitätswechsel, machte sich auch im Zusammenhang mit der B&B auf eine ganz besonders originelle Art und Weise bemerkbar, nämlich indem alte Netzwerke einfach gegen neue ausgetauscht wurden. Für das Berliner Flughafensystem war diese Vorgehensweise alles andere als optimal.

Herzliche Grüße

Ihr Brennpunkt-BER-Team

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Text & Redaktion: Wolfgang Przewieslik

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