BER-Zahlenlotto: Die Superzahl lautet diesmal 2017 - vielleicht!

Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft beschließt einen neuen Zeitplan für den BER


Guten Tag,

2017 lautet nun die magische Zahl für die vermeintliche Inbetriebnahme des BER, die der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft auf seiner Sitzung am 12.12.14 ermittelt haben will. Und das sogenannte Terminband für den neuen BER-Eröffnungstermin, dass sich vom Juni bis zum September 2017 spannt, kann man für seriös halten oder auch nicht.

BER-Eröffnung 2017 wird teuer

Erwartungsgemäß wird nicht nur der Zeitrahmen zum wiederholten Male ausgeweitet, sondern selbstverständlich auch der Kostenrahmen. Konkret bedeutet das, dass auf das aktuelle Kostenvolumen von 5,4 Mrd. Euro mindestens weitere 900 Mio. Euro draufzuschlagen sind.

Laut rbb-online.de sprach der Flughafengeschäftsführer Mehdorn, bezogen auf die angekündigte BER-Eröffnung 2017, von einer "frohen und guten Botschaft" und fügte hinzu: "Ich denke, die Baustelle ist im Griff. Das schaffen wir, da gibt es keine irgendwie gearteten Pleiten mehr."


Ankündigungen ersetzen keine Tatsachen

Nichtsdestotrotz fehlt es nicht an dem zu erwartenden Hintertürchen. So äußerte, laut rbb-online.de, der BER-Technikchef Marks, dass "der Abnahmeprozess nicht genau zu terminieren ist. Deshalb könne auch noch kein genauer Eröffnungstermin genannt werden."

Nach wie vor gilt jedoch, dass nur Ergebnisse und keine Ankündigungen zählen - und auch "Terminbänder" werden die Realität nicht ersetzen können.


Ist 2017 erneut ein politischer Termin?

Zudem ist zu befürchten, dass es sich auch bei dem neuen BER-Eröffnungstermin erneut um eine politische Vorgabe handelt, da die nächsten turnusmäßigen Berliner Abgeordnetenhauswahlen 2016 stattfinden werden und somit etwaige erneute Terminschwierigkeiten die Wahlergebnisse wohl nicht beeinflussen sollen. Erneute Terminabsagen sind demzufolge wohl auch erst nach der Wahl 2016 zu erwarten.   

Herzliche Grüße

Ihr Brennpunkt-BER-Team


P. S.

Der Flughafen Tegel wird nun für weitere 20 Mio. Euro ausgebaut, um weiterhin die Hauptlast des Berliner Flugverkehrs bewältigen zu können. In den letzten Wochen gab es zudem immer wieder Gerüchte, dass der Billigflieger easyJet von Schönefeld nach Tegel umziehen werde.   

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Text & Redaktion: Wolfgang Przewieslik

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Kommentare

Das ist ja seltsam. Ohne einen Nutzen zu haben sollen viele weitere Millionen Euro in ein Vorhaben gesteckt werden, das von vorne herein keine Zukunft hat. Warum kann eigentlich nicht die vernünftigste Lösung umgesetzt werden: Tegel bleibt Flughafen, Tegel ist bereits bezahlt und funktioniert, und BER wird als Ergänzung fertig gebaut und geöffnet ? Warum soll weiter viel Geld in einen funktionsunfähigen Scheinflughafen gesteckt werden ? Alle Berliner und Brandenburger Steuerzahler müssen gegen eine solche Verschleuderung von ihrem Geld aufstehen !
Zudem ist es eine Illusion eine Region Berlin/Brandenburg mit nur einem Flughafen zukunftsorientiert an die Welt anbinden zu wollen.

es bleibt wie es bleibt. Unsere Lokal-Politiker bleiben in einem einmal vorgegebenen Denkschema.
Man wird versuchen mit Verve nun endlich diesen BER so halbwegs funktionsgerecht fertig zu stellen, man wird TXL - wie "beschlossen" zumachen und dann nach kurzer Zeit mit erstaunten Augen realisieren, dass BER mit nur 2 Bahnen gar nicht funktionieren kann. Es imponiert unseren Lokalpolitikern auch überhaupt nicht, dass - weltweit - Single-Apts. aus allen Nähten platzen, selbt im München hat man schon längst die 3. Bahn im Auge, in Fra wurde schon die 4.Bahn gebaut, das interessiert hier in Bln. keine Sau, auch die Bürger haben das alles noch nicht gecheckt, die werden sich noch wundern. Übrigens, man bringt auch die Presse nicht dazu, hier mal Klartext zu reden. Die Morgenpost veröffentlichte seinerzeit bei der Schließung von THF eine ganze Seite mit dem Titel: "Sag beim Abschied leise Servus", hier wurde die nun - Gott sei Dank - beschl. Schließung besungen. Keine Gegenreaktion, von Niemandem, alle Berliner Tageszeitungen stoßen alle in dasselbe Horn, keine einzige ernsthafte Kritik bzw. Beurteilung der Lage, kein Redakteur scheint in der Lage zu sein, einmal wirklich zu recherchieren, wie es dann wohl so weiter gehen soll, wenn diese ganzen "Beschlüsse" einmal in die Tat umgesetzt werden sollten. Natürlich wäre es das Vernünftigste, TXL offen zu halten, jedoch werden diejenigen in der Politik, die ja insgeheim auch derselben Meinung sein müssen, sich hüten, das auch nur zu äußern. Jeder geht zu diesem Thema in Deckung. Und diese kleinen Foren, so wie dieses hier... wer nimmt die schon zu Kenntnis geschweige weiß überhaupt davon.

Also ganz wirkungslos waren unsere 2007 begonnenen Aktivitäten nicht! Selbstverständlich konnten wir zu keinem Zeitpunkt das absurde Verhalten der Wowereit-Senate direkt verändern.

Als aber 2012, im Zusammenhang mit der blamablen kurzfristigen Absage der BER-Eröffnung vom 3.6.2012 am 8.5.2012, anfangs noch von einer einmaligen Absage geredet und geschrieben wurde, widersprachen wir dem vehement und teilten unseren Pressekontakten auch direkt mit, dass es sich mindestens um die 4. Absage eines konkreten Termins gehandelt hatte, dem mehrfache Bennennungen eines Eröffnungsjahres (1999, 2007 etc.) vorausgegangen waren. Danach konnte niemand diese Behauptung mehr aufrecht erhalten, dass es nur 2012 BER-Termin-Absagen gegeben hätte.

Insgesamt sind wir seit vielen Jahren daher die Instanz, die die Flughafenpolitik der verschiedenen Wowereit konsequent und inhaltlich zutreffend kritisiert hat.

Beste Grüße

Ihr

Wolfgang Przewieslik

 

 

 

 

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