BER: Umstellung von Raum- auf Manndeckung

+++ Wie unser Fußballkollege die Pressekonferenz des FBB-Aufsichtsrates erlebte +++

Erstes Flugzeug im BER


Guten Tag,

da unser etatmäßiger Redakteur mit Grippe im Bett lag, blieb nur unser Fußballkollege übrig, um die Pressekonferenz der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) am gestrigen Abend zu beobachten. Und Waldemar Artmann übermittelte uns folgende Notizen:

Ein gewisser Michael Müller, meinem Eindruck nach so etwas wie ein Sportdirektor, sprach ausführlich über das Zusammenspiel mit der Geschäftsführung. Er meinte wohl den Trainer und den Mannschaftsrat.

"Wir haben hier eine schwierige Situation. Wir sind in einer Schlusskurve (!), zusammen mit der Geschäftsführung können wir das schaffen."

Und:

"Die Sache, die Situation muss man einordnen. Sie werden von mir kein Schönreden hören, aber ich werde auch nichts schlechtreden, was hier geleistet worden ist."

"Wir werden sehen, ob die Geschäftsführung das Eröffnungsdatum darstellen kann. Wir wollen von der Geschäftsführung belastbar hören, wann ein Datum vorliegt."

Und:

"Wir werden dichter und enger begleiten, um zu sehen, wo wir stehen."
"Enges Monitoring, von Sitzung zu Sitzung, wo stehen wir."

"Einiges muss besser werden, was die FBB-Projektüberwachung anbelangt."

Und:

"Bosch ist bereit, weitere koordinierende Leistungen zu übernehmen."

"Firmen stellen Personalkapazität zur Verfügung, die benötigt wird. Ein wichtiges Commitment."

"Wir wollen einen klar überprüfbaren und belastbaren Termin von der Geschäftsführung."

Und:

"Wir sind in einer Schlusskurve zur Fertigstellung."

"Es geht mir nicht darum einen politisch gesetzten Termin zu haben."
"Die Geschäftsführung muss einen fundierten Termin vorlegen."

Dann sprach noch ein gewisser Karsten Mühlenfeld, könnte der Mannschaftstrainer sein. Meinem Eindruck nach ist er aber eher der Wasserträger des Herrn Müller, da er den Herrn Müller immer ganz ängstlich von der Seite anschaute. Mutmaßlich stellt auch Herr Müller und nicht Herr Mühlenfeld die Mannschaft auf. Mühlenfeld äußerte sich jedenfalls folgendermaßen:  

"Wir werden einen validen Terminplan vorlegen."
"Brandmelder und Sprinkleranlage müssen zueinander passen."

Und:

"Wir hoffen, dass wir wieder Geschwindigkeit ins Projekt bringen."
"Die Teams werden von der Fläche auf Gewerke umgestellt."

Mit der letztgenannten Aussage erwies sich Mühlenfeld jedenfalls als ein wahrer Taktik-Fuchs, da er nicht mehr und nicht weniger verkündete, als den Wechsel von der Raum- zur Manndeckung. Der mutmaßliche Sportdirektor des Vereins FBB, Michael Müller, verkündete dann außerdem, dass man sich mit dem BER doch nicht so haben sollte, da es beim neuen Münchener Flughafen von den ersten Beschlüssen bis zur Fertigstellung auch runde 25 Jahre gedauert hätte. Na ja, ich erinnere mich, da hat man ganz woanders einen kompletten Flughafen gebaut. Hier in Berlin erweitert man einen bestehenden Flughafen um eine Landebahn und ein Terminal – und das für 6,5 Milliarden Euro.
 
Ich habe jedenfalls meinen Spaß gehabt und hoffe, dass ich auch alles richtig berichtet habe. Und zur nächsten Pressekonferenz des FC FBB würde ich auch unheimlich gerne kommen. Ich bin vor allem gespannt auf den neuesten Geniestreich des Taktik-Fuchses Mühlenfeld. Wie wird er seine Mannschaft weiter motivieren? Mit welchem System wird er beim nächsten Heimspiel spielen lassen? Für mich ist der vermeintlich unscheinbare Karsten Mühlenfeld jedenfalls schon jetzt der Pep Guardiola des FC FBB - der hat es faustdick hinter den Ohren!

Herzliche Grüße

Ihr Waldemar Artmann


Volksbegehren TXL-Offenhaltung

Die 2. Phase des Volksbegehrens "Berlin braucht Tegel" hat begonnen und dauert vom 21. November 2016 bis zum 20. März 2017. Innerhalb dieser 4 Monate müssen 174 000 Unterschriften mit einem zusätzlichen Puffer von 30 000, also über 200 000 Unterschriften, gesammelt werden. Bitte laden Sie sich die Unterschriftenliste "Zustimmung zum Volksbegehren über den Weiterbetrieb des Flughafen Berlin-Tegel Otto Lilienthal TXL" herunter.

Unterschriftsberechtigt sind nur Personen, die am Tage der Unterzeichnung zum Abgeordnetenhaus von Berlin wahlberechtigt sind, d.h.  alle Deutschen, die 18 Jahre alt, mindestens seit drei Monaten vor diesem Tag in Berlin mit ihrer alleinigen Wohnung oder mit ihrer Hauptwohnung im Melderegister verzeichnet und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Weitere Infos zum Stand des Volksbegehrens bitte unter www.tegel-bleibt-offen.de einsehen.




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