BER-Regierungsterminal - nur eine Randerscheinung

+++ Kein Platz für den Regierungsflughafen +++


BER: Baustellen, Terminverzögerungen, Provisorien  

Guten Tag,

nachdem schon Mitte 2015 bekannt wurde, dass das BER-Regierungsterminal (vulgo: der Regierungsflughafen) frühestens 2022 fertig werden wird, meldete nun die B.Z. unter dem Titel "Für Staatsgäste ist am BER kein Platz", dass die ehemals für diesen Zweck vorgesehenen Flächen dringend für den zivilen Luftverkehr benötigt werden. Denn wohl völlig überraschend hat man für die steigende Nachfrage nur noch Provisorien zur Hand.

Der Regierungsflughafen soll demzufolge nach dem Willen der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) an den Ort der derzeitigen Feuerwache Nord abgeschoben werden, einem Bereich, der noch von Gebäuden aus der DDR-Zeit der Interflug umgeben ist. Die zu erwartenden Kapazitätsprobleme des BER haben diesen Aktionismus wohl ausgelöst, mit dem man seitens der FBB offensichtlich hofft, sich auch in diesem Punkt um eine notwendige Neuausrichtung der Flughafenplanung drücken zu können.

Selbstverständlich entschwindet auch der Fertigstellungstermin des Regierungsflughafens immer weiter in die Zukunft, da er an eine BER-Eröffnung 2017 gekoppelt ist, die jedoch äußerst unwahrscheinlich ist. Eine Lösung kann nur im Weiterbetrieb von TXL als Regierungsflughafen bestehen – ein Vorschlag, der schon vor drei Jahren von dem früheren Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Hans-Henning Romberg gemacht wurde.

Immer drängender stellt sich daher auch die Frage nach der rechtlichen Verantwortung von FBB-Geschäftsführung und -Aufsichtsrat für das fortschreitende BER-Desaster. So kann man auch dem Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Rolle als Beobachter und Kommentator nicht mehr abnehmen. Und die den Berliner Senat tragenden Parteien SPD und CDU stehen auch hinsichtlich des BER für eine inkompetente Politik, die keine Probleme löst, sondern permanent neue schafft.

Immerhin hat der FBB-Geschäftsführer Karsten Mühlenfeld seinen Humor bisher noch nicht verloren, denn er richtete sich, im Rahmen des sogenannten Politbriefs der Flughafengesellschaft, am 17.2.2016 mit den folgenden Worten an seine Leser: "Ich hoffe, Sie sind erfolgreich ins Jahr gestartet und bewahren sich den Anfangsschwung, um Ihre Pläne zu verwirklichen." Der FBB ist hingegen nach wie vor Klarheit und Wahrheit in ihrem Handeln zu wünschen - der notwendige Schwung wird sich dann schon von allein einstellen.    
    
Herzliche Grüße

Ihr Brennpunkt-BER-Team


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Text & Redaktion: Wolfgang Przewieslik

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