BER: Nur noch 132 Tage bis zur nächsten Terminabsage

+++ Was Müller nicht wusste, Teil I, II, III +++

Fast fertig


Guten Tag,

wir riskieren diesmal einen Blick in die Zukunft, der uns allerdings sagt, dass nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin am 18.9.2016 plötzlich und aus heiterem Himmel vermeintlich unbekannte Probleme des BER auftauchen werden.

Michael Müller, der amtierende Regierende Bürgermeister von Berlin und Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), wird demnach am 19.9.2016 vor die Presse treten und erklären, was er alles nicht gewusst habe.

Was Müller nicht wusste, Teil I

Nach unserer Mutmaßung wird Michael Müller ausführen, dass er es einfach nicht gewusst haben konnte, dass alle Zeitreserven für eine BER-Eröffnung bis zum 31.12.2017 schon längst aufgebraucht waren und man während der gesamten Luftfahrtgeschichte noch nie einen Flughafen im Winter eröffnet habe. Der neueste Stand sei ihm kurz nach 18:00 am Wahlsonntag mitgeteilt worden.

Was Müller nicht wusste, Teil II

Michael Müller wird dann mutmaßlich erklären, dass er es nie und nimmer für möglich gehalten habe, dass die Entrauchungsanlage weiter so einen Ärger machen würde.

Hoffnungsfroh habe ihn allerdings gestimmt, dass ohne die Sogwirkung der ein- und ausfahrenden Züge im Flughafenbahnhof die Entrauchungsanlage ggf. sogar hätte funktionieren können. Zahlreiche Gesprächspartner hätten aber hartnäckig auf einem Bahnanschluss des Flughafens bestanden, so dass er dieser Anforderung dann auch schweren Herzens habe zustimmen müssen, was aber wiederum zwangsläufig zu der Absage der BER-Eröffnung Ende 2017 geführt habe.

Was Müller nicht wusste, Teil III

Unwissend zeigt sich Michael Müller in diesem Szenario auch darüber, was der FBB-Geschäftsführer Karsten Mühlenfeld am 9.5.2016 in seinem Politikbrief ausgeführt hatte.

Mühlenfeld schreibt hier u.a.: "Wir sind baulich auf einem guten Stand, auch wenn wir hinter unserem fortgeschriebenen Terminplan liegen und müssen aber parallel bei Planung und Genehmigungen, speziell des 5. Nachtrags, weiter vorankommen. Der 6. Nachtrag liegt schon fertig in der Schublade, kann aber erst beim Bauordnungsamt eingereicht werden, wenn der 5. Nachtrag akzeptiert ist. Erst wenn der 5. und 6. Nachtrag zur Baugenehmigung mit einem Haken versehen sind, wissen wir im Detail, was noch gebaut werden muss."

Erst stritt Müller ab, den Namen Mühlenfeld überhaupt zu kennen, dann räumte er auf Nachfrage ein, dass er selbst Mühlenfeld zum FBB-Geschäftsführer gemacht hatte. "Egal ob 5. oder 6., wir kriegen alle Neune! Das können Sie mir glauben!", so Müllers abschließende Worte.

Was fällt einem da nur ein? Richtig: Humor ist, wenn man trotzdem lacht!  

Herzliche Grüße

Ihr Brennpunkt-BER-Team


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Text & Redaktion: Wolfgang Przewieslik

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