BER: Ein neuer General tritt an

+++ Neuer BER-Generalplaner +++ Immer wieder Imtech +++ Und was macht Michael Müller? +++

Nach drei Jahren ist die BER-Familie endlich wieder komplett

Guten Tag,

kurz vor dem Ende der Großen Schulferien in Berlin und Brandenburg gibt es Neues zum BER zu vermelden.

Neuer BER-Generalplaner

Nachdem im Mai 2012 der bisherige BBI/BER-Generalplaner, die Projektgemeinschaft Flughafen Berlin Brandenburg International (PG BBI), fristlos gekündigt wurde, da offenbar kurzfristig ein Sündenbock für die permanenten Verzögerungen und Terminabsagen benötigt wurde, tritt nun, nach immerhin 3 Jahren Vakanz, mit der Schüßler-Plan GmbH, ein neuer Generalplaner für den BER an.

Gleichzeitig wurde seitens der Flughafengesellschaft an der offiziell verkündeten BER-Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017 festgehalten, obwohl die ebenfalls schon offiziell verkündete "bauliche Fertigstellung" des BER im März 2016 jüngst abgesagt werden musste.

So etwas darf es eigentlich gar nicht geben: Der neue Generalplaner wird sich unter Hochdruck nun endlich mit der seit dem Baubeginn 2006 überfälligen Erstellung einer kompletten BER-Baudokumentation beschäftigen. Und last but not least soll die Erfüllung des offiziell verkündeten BER-Eröffnungstermins ein überraschendes neues Ziel sein.

Immer wieder Imtech

Und obwohl es immer mehr Zweifel an der Professionalität der im BER tätigen Imtech Deutschland gibt, wird an diesem Dienstleister weiterhin festgehalten. Zuletzt gab es vermehrt Berichte über Betriebsunfälle im Bauobjekt, über Kommunikationsdefizite mit der Flughafengesellschaft und über Korruptionsvorwürfe gegen das Unternehmen.

Auf der Website der Flughafengesellschaft ist, mit dem Datum vom 21.8.2015, ein Bericht über die Tätigkeit einer "Imtech-Taskforce" einzusehen. Dort ist u. a. zu lesen:

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Die Imtech-Insolvenz hat zwischenzeitlich in beiden Leistungspaketen zu einem deutlichen Rückgang der Mitarbeiterzahlen auf der BER-Baustelle geführt. Jedoch haben Imtech als auch Caverion zugesagt, die Mitarbeiterzahlen schnellstmöglich wieder hochzufahren, um die zeitlichen Auswirkungen auf den BER weitestgehend zu begrenzen.

...

Die Taskforce beziffert die infolge der Imtech-Insolvenz bis heute eingetretene Verzögerung auf ca. zwei bis drei Wochen.

...

Zudem wird die Taskforce sämtliche Aktivitäten unternehmen, die Bauleistungen in den Leistungspaketen Elektrotechnik und Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär inkl. Dokumentation und Anlagen-Inbetriebnahme schnellstmöglich weiter zu stabilisieren. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Erkenntnisse sieht die FBB die Eröffnung des Flughafens im zweiten Halbjahr 2017 nicht gefährdet.

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Solche Aussagen gab es schon früher: "Wir sind zwar spät dran, schaffen aber alle Termine wie geplant." Und offenbar hat niemand dazugelernt. Wir sind gespannt auf die weiteren Tätigkeitsberichte dieser "Imtech-Taskforce" und die dann bezifferten Verzögerungen.   

Und was macht Michael Müller?

Der Regierende Bürgermeister von Berlin und Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), Michael Müller, hat im Rahmen seiner Sommertour im August 2015 verschiedene Berliner Unternehmen besucht und den chinesischen Künstler Ai Weiwei im Roten Rathaus empfangen. Von einem Abstecher zur Baustelle des BER, wo nun eifrig "stabilisiert" wird, war nichts zu lesen.

Herzliche Grüße

Ihr Brennpunkt-BER-Team



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Text & Redaktion: Wolfgang Przewieslik

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